So gelingt dir dein SEO Relaunch ohne massive Rankingverluste

Ein Relaunch fühlt sich immer nach frischem Wind an. Neues Design, neue Struktur und endlich alles so, wie du es dir für deine Website vorgestellt hast. Was in der Theorie nach Fortschritt klingt, ist in der Praxis allerdings einer der sensibelsten Momente im Leben einer Website. Wir bei Atloss haben bereits einige Relaunches begleitet und dabei gesehen, worauf es wirklich ankommt. Genau diese Erfahrungen möchten wir mit dir teilen, damit dein Relaunch nicht nur optisch überzeugt, sondern auch aus SEO-Sicht sauber geplant ist und du bestehende Rankings, Sichtbarkeit und Traffic bestmöglich mit auf die neue Website nimmst.

So gelingt dir dein SEO Relaunch ohne massive Rankingverluste

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten To-Dos

  • Baseline aus Rankings, Traffic und Backlinks vor dem Relaunch dokumentieren
  • Nur 301 Weiterleitungen einrichten, nie 302 oder 307
  • Noindex, Canonical und Sitemap vor dem Livegang final prüfen

Diese Fehler werden immer wieder gemacht

  • Testumgebung bleibt versehentlich auf noindex stehen
  • Design, Content und Struktur werden gleichzeitig verändert
  • Weiterleitungsplanung erst kurz vor Livegang begonnen

Warum das so wichtig ist

  • Google braucht rund 8 bis 12 Wochen zur vollständigen Neubewertung
  • Rankingverluste sind vermeidbar, kein Naturgesetz
  • KI Sichtbarkeit entscheidet zunehmend mit über deine Reichweite

Warum SEO beim Relaunch über Erfolg oder Misserfolg entscheidet

Wir sagen es gleich mal, wie es wirklich abläuft. Ein Relaunch ohne SEO Strategie ist wie ein Umzug ohne Adresswechsel. Die Post kommt nicht mehr an, die Freunde finden dich nicht mehr, und irgendwann klingelt einfach keiner mehr an der Tür. Genau das passiert nämlich auch mit deinem organischen Traffic, wenn der Relaunch SEO seitig nicht sauber vorbereitet wurde.

In unseren vielen Jahren als SEO Agentur haben wir immer wieder gesehen, wie viele Betreiber ihren Relaunch primär aus Design und Technik Perspektive planen. Das ist auch wichtig, keine Frage. Aber Google entscheidet am Ende, wie sichtbar deine neue Website wird und Google hat seine ganz eigenen Anforderungen.

Ein durchdachter Relaunch ist deshalb kein Randthema, sondern die Grundlage dafür, dass deine neue Seite von Anfang an ihre volle Kraft entfaltet. Wenn du dein SEO ernst nimmst, macht ein professioneller Relaunch SEO Prozess den Unterschied zwischen einer neuen Website, die durchstartet und einer, die erst mal monatelang im Nirwana verschwindet.

Wenn du an dieser Stelle merkst, dass dir die passende Begleitung fehlt, dann sprich uns gerne an. Wir unterstützen dich mit einer strategischen SEO Beratung, die genau auf deinen Relaunch zugeschnitten ist.

Diese Risiken drohen ohne SEO Strategie im Relaunch Prozess

Der wohl größte Klassiker aus unserer Erfahrung ist der Traffic Einbruch nach dem Livegang. Dabei geht es nicht immer nur um kleine Schwankungen. Bei gravierenden Fehlern können 50 % oder mehr des organischen Traffics verloren gehen, in besonders schweren Fällen sogar deutlich mehr. Für einen Shop, der stark von organischen Besuchern lebt, kann das schnell wirtschaftlich kritisch werden.

Ein weiteres Risiko sind die Rankingverluste bei hart erarbeiteten Top Positionen. Du hast über Jahre hinweg für bestimmte Keywords in die Top 3 gearbeitet, und plötzlich taucht deine Seite nicht mal mehr auf Seite zwei auf. Der Grund ist meist banal. Fehlende oder falsch gesetzte Weiterleitungen, veränderte URLs, kaputte interne Verlinkung.

Sehr unterschätzt wird auch der Verlust der Domain Autorität. Backlinks, die über Jahre auf deine alten URLs zeigen, laufen ohne saubere Weiterleitung ins Leere. Der Linkjuice, den du dir mühsam aufgebaut hast, versickert einfach. Das ist doch einfach maximal kacke gelaufen, oder?

Und dann kommt die Sichtbarkeit in der KI Suche noch obendrauf.

  • ChatGPT
  • Perplexity
  • Google AI Overviews

usw. holen sich ihre Antworten aus dem Web und wenn deine Inhalte plötzlich nicht mehr auffindbar oder falsch strukturiert sind, verschwindest du auch dort und das ist doppelt schmerzhaft.

Rankingverluste vermeiden bei Relaunch

Rankingverluste | Ahrefs

Was du hier siehst, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem realen Beispiel. Häufig erleben wir, dass Unternehmen erst nach der Migration feststellen, dass plötzlich ein großer Teil des organischen Traffics fehlt. Und genau dann beginnt für uns häufig die eigentliche Arbeit:

→ herauszufinden, welche Migrationsfehler passiert sind, verlorene SEO Signale wiederherzustellen und die entstandenen Verluste Stück für Stück aufzufangen.

In diesem Fall hatte der Kunde 29 besonders wichtige Seiten, die zuvor zu den stärksten Traffic Treibern der Website gehörten. In der Spalte „Change“ siehst du, wie stark einzelne dieser URLs nach der Migration verloren haben. Allein die neun Seiten aus diesem Ausschnitt kommen zusammen auf einen Traffic Verlust von 2.154 Besuchen.

Der Grund dafür war nicht, dass das Interesse an den Inhalten plötzlich verschwunden war. Vielmehr wurden beim Relaunch wichtige SEO Parameter und bestehende Signale nicht ausreichend berücksichtigt. Rankings, die vorher über einen längeren Zeitraum aufgebaut wurden, waren dadurch teilweise von heute auf morgen weg.

Unsere Aufgabe bestand anschließend darin, diese Fehler zu bereinigen, die relevanten SEO Signale wieder sauber aufzubauen und den verlorenen Traffic durch gezielte SEO Maßnahmen zurückzugewinnen. Das funktioniert, aber eben nicht über Nacht. In solchen Fällen kann es Monate dauern, bis sich Rankings und Traffic wieder stabilisieren.

Genau deshalb ist es aus unserer Sicht deutlich sinnvoller, SEO vor und während der Migration mitzudenken, anstatt die Verluste im Nachhinein reparieren zu müssen.

SEO Relaunch Verluste

SEO Entwicklung online Experten Betreuung | Ahrefs

Kläre Budget, Zeit und Verantwortlichkeiten im Team frühzeitig

Ein Relaunch ist ein Teamsport. Und wie bei jedem Teamsport funktioniert er nur, wenn alle wissen, wer welche Rolle spielt. In der Praxis erleben wir immer wieder Projekte, bei denen das erst Wochen nach Projektstart geklärt wird. Das kostet Zeit, Nerven und meistens auch bares Geld.

Bevor du in die Umsetzung gehst, solltest du drei Dinge geklärt haben:

  1. Wer ist SEO seitig verantwortlich und trifft die finalen Entscheidungen?
  2. Welches Budget steht zur Verfügung, inklusive Puffer für Nacharbeiten?
  3. Welche internen Ressourcen können mitziehen?
  4. Brauchst du eventuell externe Unterstützung?

Wir empfehlen unseren Kunden aus Erfahrung, für die SEO Begleitung eines Relaunches immer noch einen Zeit Puffer einzuplanen. Denn selbst bei einer sehr guten Vorbereitung kommen fast immer Aufgaben dazu, mit denen vorher niemand gerechnet hat. Ein Redirect greift nicht wie geplant, einzelne Seiten werden nicht sauber indexiert, interne Verlinkungen funktionieren nicht mehr oder bestimmte technische Einstellungen verhalten sich nach dem Livegang anders als erwartet.

Gerade wenn du einen Relaunch nicht regelmäßig begleitest, ist es schwer, alle möglichen Fehlerquellen im Vorfeld realistisch einzuschätzen. Was für ein erfahrenes SEO Team schnell auffällt, kann für interne Teams oder Projektverantwortliche ohne Relaunch Routine deutlich mehr Zeit kosten.

Atloss Team

Team | Atloss

Auch wichtig, kläre die Verantwortlichkeiten schriftlich. Wer migiert die Texte. Wer ist für die 301 Weiterleitungen zuständig. Wer prüft die Testumgebung usw.

Achtung

Klingt bürokratisch, verhindert aber, dass sich am Tag des Livegangs plötzlich alle gegenseitig anschauen und keiner sich verantwortlich fühlt. Und glaube mir, ich spreche hier aus Erfahrung!

Der richtige Zeitpunkt für einen Relaunch

Wenn wir eine Sache aus unzähligen Kundengesprächen gelernt haben, dann diese:

Je früher SEO eingebunden wird, desto günstiger und effektiver ist es. → Klingt logisch, wird aber trotzdem immer wieder ignoriert. 😉

Der optimale Zeitpunkt ist bereits in der Konzeptphase, noch bevor die erste Skizze für das Design steht. In dieser Phase kannst du die Weichen für alles Weitere stellen, für die URL Struktur, die Navigationslogik, die Content Strategie und die technische Basis. Änderungen kosten hier fast nichts.

Wenn SEO erst kurz vor dem Livegang oder sogar erst danach dazugeholt wird, wird es sehr teuer werden. Dann müssen fertige Strukturen wieder aufgebrochen, Templates umgebaut und teilweise komplette Content Konzepte über den Haufen geworfen werden. Wir erleben das leider zu oft und es tut jedem Beteiligten weh. Dem Kunden im Portemonnaie, uns im Nervenkostüm.

Unser Tipp aus der Praxis: Hol dir spätestens dann SEO Expertise dazu, wenn die Entscheidung für einen Relaunch grundsätzlich gefallen ist. Auch wenn noch keine konkrete Roadmap steht, kann eine erfahrene Agentur bereits jetzt wertvolle Impulse geben und frühzeitig auf typische Fallstricke hinweisen.

Mindestens genauso wichtig ist aber auch der Zeitpunkt des eigentlichen Livegangs. Wir empfehlen beispielsweise nicht:

  • eine Website kurz vor einem Wochenende
  • vor Feiertagen oder rund um Weihnachten und Neujahr

zu migrieren. Denn selbst bei einer sehr guten Vorbereitung kann beim Relaunch immer etwas Unerwartetes passieren. Weiterleitungen greifen nicht richtig, einzelne Seiten liefern Fehler, Tracking funktioniert nicht wie geplant oder technische Probleme tauchen erst nach dem Livegang auf.

Genau dann brauchst du die richtigen Ansprechpartner, die schnell reagieren können. Wenn du am Freitagabend live gehst und am Wochenende etwas schiefläuft, sind Entwickler, SEO Verantwortliche oder andere wichtige Projektbeteiligte häufig nicht erreichbar. Ähnlich sieht es an Feiertagen aus, wenn viele im Urlaub sind und das Team, das den Relaunch gemeinsam vorbereitet hat, nicht vollständig zur Verfügung steht.

Zeitpunkt SEO Relaunch

Beispiel | Screenshot

Wir bei Atloss migrieren deshalb besonders gerne zu Beginn einer Woche. So haben wir noch mehrere Werktage vor uns, um mögliche Fehlermeldungen, technische Auffälligkeiten oder Veränderungen in den Daten zu beobachten und bei Bedarf direkt einzugreifen. Damit haben wir in der Praxis sehr gute Erfahrungen gemacht.

Denn bei einem Relaunch entscheidet nicht nur, wie du migrierst, sondern auch, wann. Ein gut gewählter Zeitpunkt kann dir im Ernstfall wertvolle Reaktionszeit verschaffen.

CMS Auswahl mit SEO Anforderungen abgleichen

Nicht jedes CMS ist gleich SEO freundlich. Das ist eine dieser Wahrheiten, die viele Anbieter nicht so gerne aussprechen. Wir bei Atloss reden hier aber gerne Tacheles, denn die Wahl des CMS entscheidet über sehr vieles, was danach kommt.

Ein gutes CMS erlaubt dir, individuelle Meta Titel und Meta Beschreibungen zu setzen, saubere URL Strukturen zu bauen, Canonical Tags zu steuern, strukturierte Daten einzubinden und Weiterleitungen zentral zu verwalten. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer.

Bevor du dich für ein CMS entscheidest, mach dir eine kleine Checkliste mit deinen SEO Anforderungen und geh sie mit dem Systemanbieter oder deiner Agentur durch. Frag konkret nach, wie bestimmte SEO Themen umgesetzt werden, wie flexibel du bei technischen Anpassungen bist und ob es bekannte Einschränkungen gibt. So bewahrst du dich davor, nach dem Relaunch mit einem System zu arbeiten, das dich SEO seitig ausbremst.

Bestandsaufnahme vor dem Relaunch

Bevor du auch nur eine Zeile Code für die neue Seite schreibst, brauchst du einen ehrlichen Blick auf die aktuelle Situation. Was du nicht misst, kannst du nicht bewerten. Was du nicht bewertest, kannst du nicht sinnvoll übertragen. Das gilt gerade beim Thema Website SEO Relaunch, denn jede Entscheidung, die du später triffst, baut auf dieser Bestandsaufnahme auf.

Wir starten bei unseren Kunden immer mit einem vollständigen Audit. Das ist unser Grundstein für alles, was danach kommt. Ohne diese Basis fliegst du blind und das ist bei einem Relaunch das gefährlichste, was du machen kannst!

URL Mapping und Dokumentation als Ausgangsbasis erstellen

Das URL Mapping gehört zum Herzstück eines Relaunches, denn jede indexierte alte URL braucht ein sinnvolles neues Ziel. Fehlt diese Zuordnung, laufen Klicks nach dem Livegang schnell ins Leere.

Technisch bedeutet das: Ruft ein Nutzer über Google, einen alten Backlink oder ein gespeichertes Lesezeichen eine nicht mehr vorhandene URL auf und es existiert keine passende Weiterleitung, landet er im schlimmsten Fall auf einer 404 Fehlerseite. Für den Nutzer ist das frustrierend. Er erwartet einen bestimmten Inhalt und steht plötzlich vor einer Sackgasse. Viele springen an dieser Stelle ab.

Für Google ist das ebenfalls problematisch. Die Suchmaschine kennt die alte URL, ihre Rankings und die Signale, die sie über Monate oder Jahre aufgebaut hat. Mit einer korrekt gesetzten 301 Weiterleitungen zeigst du Google dauerhaft, unter welcher neuen URL dieser Inhalt jetzt zu finden ist.

Die Dokumentation geht noch einen Schritt weiter. Hier hältst du fest, wie deine Website heute performt. Wie viele organische Besucher kommen, welche Seiten performen am besten, welche Keywords bringen den meisten Traffic, welche Backlinks sind am wertvollsten. Diese Werte sind später deine Vergleichsgrundlage, um zu bewerten, ob der Relaunch erfolgreich war oder nicht.

Wir nutzen hierzu eine Kombination aus:

  • Google Search Console
  • Ahrefs
  • Google Analytics
  • usw.

Denn nur mit vollständigen Daten kannst du im Nachgang belastbare Aussagen treffen.

Health Score

Health Score Beispiel | Ahrefs

Wenn du bei einem Relaunch mit einer Agentur wie uns zusammenarbeitest, gehört für uns auch ein technischer Ausgangscheck dazu. Wir nehmen das Projekt dafür vorab in unser Agency Tool Ahrefs auf und führen einen ersten Health Score Crawl durch. So dokumentieren wir den technischen Zustand der Website vor dem Relaunch und haben später einen sauberen Vergleichswert für den Zustand nach dem Livegang.

Der Health Score reicht dabei von 0 bis 100 Punkten und zeigt vereinfacht gesagt, wie gesund die Website aus technischer SEO Sicht ist:

Je höher der Wert, desto weniger kritische technische Fehler wurden beim Crawl festgestellt.

Gerade nach einem Relaunch ist dieser Vorher Nachher Vergleich extrem hilfreich. Fällt der Health Score beispielsweise plötzlich deutlich ab, wissen wir sofort, dass durch die Migration neue technische Probleme entstanden sind und können gezielt prüfen, wo wir nachbessern müssen.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Der Ist-Zustand selbst ist kein Hexenwerk, aber er braucht Zeit und einen strukturierten Blick. Wir teilen ihn typischerweise in mehrere Bereiche auf, die du nacheinander abarbeitest.

1. Seiten mit viel organischem Traffic identifizieren

Das sind deine echten Zugpferde. Seiten, die dir Monat für Monat Besucher bringen. Diese Seiten musst du beim Relaunch mit besonderer Vorsicht behandeln. Denn wenn hier auch nur eine Kleinigkeit schiefgeht, spürst du das direkt im Traffic.

Aus der Praxis wissen wir, dass meistens 20 % der Seiten für 80 % des Traffics verantwortlich sind. Klassisches Pareto Prinzip. Diese 20 % identifizierst du am schnellsten über die Google Search Console oder Google Analytics und markierst sie in deinem URL Mapping farblich.

2. Seiten mit guten Rankings und Wachstumspotenzial finden

Neben den echten Zugpferden gibt es auch die stillen Talente. Seiten, die bereits gute Positionen erreicht haben, aber noch nicht ihre volle Kraft entfalten. Typischerweise Rankings zwischen Position 5 und 15, die mit ein bisschen Feinschliff schnell in die Top 3 rutschen könnten.

Diese Seiten sind Gold wert, denn sie zeigen dir, wo deine Strategie technisch schon stimmt, aber noch etwas Nachhilfe braucht. Nach dem Relaunch solltest du genau diese Seiten priorisiert weiterentwickeln, um schnell messbare Erfolge zu erzielen.

3. Backlinkstarke URLs vor dem Verlust schützen

Jetzt wird es kritisch. URLs, auf die viele hochwertige Backlinks zeigen, sind der Grundpfeiler deiner Domain Autorität. Wenn diese URLs beim Relaunch verschwinden oder nicht sauber weitergeleitet werden, verlierst du wertvolle Linkkraft.

Wir nutzen für diese Analyse Ahrefs und schauen uns die Top Seiten nach Backlinkanzahl und Referring Domains an. Auch alte Blogbeiträge, die vielleicht keinen Traffic mehr bringen, aber viele Links haben, gehören unbedingt auf diese Liste. Sie sind quasi das Fundament deiner Sichtbarkeit.

Du brauchst noch einen SEO-Relaunch-Partner an deiner Seite?

Kontaktiere uns und gemeinsam werfen wir einen Blick auf deine Website inklusive kostenlose Ersteinschätzung.

SEO Beratung

4. PDFs, Bilder und andere Dokumente berücksichtigen

Ein Punkt, den viele komplett vergessen, sind PDFs, Downloads und andere Dokumente auf deiner Website. Preislisten, Kataloge, Broschüren oder Anleitungen können ebenfalls Rankings aufbauen und von Google indexiert werden.

Wir hatten schon Fälle, in denen ein einziges PDF einen erheblichen Teil des organischen Traffics einer B2B Website gebracht hat. Wenn dieses Dokument nach dem Relaunch plötzlich unter einer neuen URL liegt und keine passende Weiterleitung eingerichtet wurde, kann genau dieser Traffic wegbrechen. Deshalb sollten auch PDFs und Downloads immer mit ins URL Mapping aufgenommen und wie normale Seiten behandelt werden.

Das Gleiche gilt für Bilder. Gerade bei Shops, Magazinen oder Ratgeberseiten kann die Google Bildersuche einen relevanten Anteil am Traffic ausmachen. Werden beim Relaunch Bild URLs verändert, Dateien umbenannt oder Bilder komplett ausgetauscht, können bestehende Rankings verloren gehen.

Wichtig sind hier auch die Alt Tags. Sie helfen Suchmaschinen dabei zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist, und sind gleichzeitig für die Barrierefreiheit relevant. Deshalb solltest du beim Relaunch darauf achten, bestehende sinnvolle Alt Texte nicht einfach zu verlieren und neue Bilder sauber zu beschreiben.

Achtung

Unser Tipp: Dokumente und Bilder gehören genauso in die Relaunch Planung wie normale Unterseiten. Alles, was heute organischen Traffic bringt oder wichtige SEO Signale trägt, sollte auch nach dem Livegang weiterhin erreichbar und sauber eingebunden sein.

5. Neue potenzielle Themen durch eine frische Keywordanalyse aufdecken

Ein Relaunch ist nicht nur die Chance, bestehende Inhalte zu übertragen. Es ist auch die perfekte Gelegenheit, neue Potenziale zu erschließen. Eine aktuelle ganzheitliche Keywordanalyse zeigt dir, welche Suchbegriffe seit deinem letzten Audit an Bedeutung gewonnen haben und wo noch weiße Flecken auf deiner Landkarte sind.

Wir arbeiten hier gerne mit Ahrefs und der Google Search Console, um sowohl neue Keyword Ideen als auch bisher ungenutzte Rankings aufzuspüren. Oft entdecken wir dabei, dass Kunden bereits für Suchbegriffe ranken, die sie gar nicht auf dem Schirm hatten. Diese Erkenntnisse fließen dann direkt in die Content Strategie der neuen Seite ein.

Denk auch daran, das Nutzerverhalten und die Suchintention entwickeln sich weiter. Was vor zwei Jahren noch mit einer generischen Ratgeberseite bedient wurde, braucht heute vielleicht ein interaktives Tool oder ein Video Format.

Der Relaunch ist die Chance, neu und zukunftsorientiert zu denken.

Lisa Bolz Atloss

Lisa | Head of SEO

6. Bestehende Inhalte sinnvoll konsolidieren oder zusammenlegen

In vielen gewachsenen Websites gibt es Duplicate Content und thematische Dopplungen, ohne dass die Betreiber sich dessen bewusst sind. Drei Blogbeiträge zum gleichen Thema, zwei Kategorieseiten, die praktisch identisch sind, Landingpages, die sich nur minimal unterscheiden. Google mag das nicht und du profitierst davon auch nicht.

Der Relaunch ist die perfekte Chance, hier aufzuräumen. Wir empfehlen unseren Kunden, ähnliche Inhalte zu einem starken Beitrag zusammenzuführen. Der neue, konsolidierte Beitrag wird dann meistens deutlich besser ranken als die alten Einzelseiten zusammen. Weniger ist in diesem Fall wirklich mehr.

Wichtig ist dabei, die 301 Weiterleitungen sauber zu setzen. Die alten URLs zeigen dann auf die neue, zusammengeführte Seite. So gehen weder Backlinks noch Rankings verloren, während du gleichzeitig die interne Struktur deiner Website aufräumst.

7. Meta Titel und Meta Description vollständig übernehmen

Meta Titel und Meta Descriptions sind wichtige Ranking Faktoren und beeinflussen die Klickrate in den Suchergebnissen massiv. Beim Relaunch werden diese Daten oft nicht sauber übertragen, weil die Systemlogik der beiden CMS unterschiedlich funktioniert.

Wir empfehlen dringend, Meta Daten als Excel Liste zu exportieren und nach dem Übertrag stichprobenartig zu prüfen, ob alle Werte korrekt ankamen. Wenn dabei auffällt, dass viele Seiten leere Meta Daten haben, ist der Zeitpunkt für die Nachpflege genau jetzt und nicht erst nach dem Livegang.

Die interne Verlinkung ist eines der stärksten SEO Hebel überhaupt. Über sie verteilst du Linkjuice gezielt auf die Seiten, die dir wichtig sind. Beim Relaunch wird die interne Verlinkung aber oft nur nachlässig übertragen.

Prüfe systematisch, ob alle wichtigen internen Links noch existieren, ob sie auf die neuen URLs zeigen und ob keine Verweise auf gelöschte Inhalte übrig geblieben sind. Auch Footer, Sidebar und alle wiederkehrenden Elemente gehören in diese Prüfung.

9. Ladezeit und Core Web Vitals von Anfang an mitdenken

Ladezeit ist längst kein Nice to have mehr, sondern ein harter Ranking Faktor. Google misst die Nutzererfahrung über die Core Web Vitals und diese Werte fließen direkt in die Bewertung deiner Seite ein. LCP, INP und CLS sind die drei entscheidenden Metriken.

Wir empfehlen, die Core Web Vitals nicht am Ende des Projekts als Nachgedanke zu behandeln, sondern von Anfang an mitzudenken. Ein Template, das schon in der Entwicklung schlechte Werte hat, wird auch nach optimierten Bildern und aufgeräumten Scripts kaum noch top Werte erreichen. Die Grundarchitektur muss stimmen.

Praktische Maßnahmen sind Bilder in modernen Formaten wie WebP, Lazy Loading für alles unterhalb des sichtbaren Bereichs, kritisches CSS inline, JavaScript defer geladen, Fonts optimiert und Caching richtig konfiguriert. Klingt technisch, macht aber messbar den Unterschied. Prüfe die Werte bestenfalls mit dem PageSpeed Insights als auch mit echten Nutzerdaten aus der Search Console.

Die Navigation ist eines der am meisten unterschätzten SEO Themen überhaupt. Sie entscheidet nicht nur darüber, wie Nutzer sich auf deiner Website zurechtfinden, sondern auch darüber, wie Google deine Inhalte einordnet und wie viel Linkjuice auf welchen Seiten landet.

Ein Relaunch ist die perfekte Gelegenheit, die Navigation strategisch aufzusetzen, statt sie einfach vom alten System zu übernehmen. Denn was gewachsen ist, ist selten optimal. Wir sehen in unseren Projekten immer wieder Navigationen, die über Jahre hinweg mit Menüpunkten vollgestopft wurden, ohne dass jemand mal ausgemistet hat.

Klicktiefe und Websitehierarchie sauber planen

Google folgt Links, um deine Website zu verstehen. Je tiefer eine Seite in der Hierarchie liegt, desto weniger Bedeutung wird ihr zugemessen. Als Faustregel gilt, wichtige Seiten sollten mit maximal drei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein.

In der Praxis sehen wir oft, dass wichtige Kategorieseiten oder Landingpages fünf oder mehr Klicks von der Startseite entfernt liegen. Das ist SEO seitig ein echtes Problem. Beim Relaunch solltest du deshalb ein Klick Konzept erstellen, das jede wichtige Seite in wenigen Schritten erreichbar macht.

Ein bewährter Ansatz ist die klassische Silo Struktur, bei der thematisch zusammengehörende Inhalte auch strukturell zusammengeführt werden. Kategorien und Unterkategorien bilden dabei die Basis, ergänzt durch strategisch platzierte interne Verlinkungen. So verstehst nicht nur du deine Website besser, sondern auch Google.

Hauptnavigation und Wording aus SEO Sicht prüfen

Die Bezeichnungen in deiner Hauptnavigation sind wichtige Ranking Signale. Google zieht aus diesen Menüpunkten Rückschlüsse, worum es auf der jeweiligen Seite geht. Kreative Wortschöpfungen mögen im Marketing gut aussehen, für SEO sind sie meistens Gift.

Wir empfehlen unseren Kunden, sich beim Wording an den tatsächlich gesuchten Keywords und der dahinterliegenden Suchintention zu orientieren. Verkaufst du beispielsweise nachhaltige Deos, sollte die entsprechende Kategorie nicht einfach nur „Deos“, sondern gezielt „Nachhaltige Deos“ heißen. Damit beschreibst du nicht nur genauer, was Nutzer auf der Seite erwartet, sondern triffst auch die Suchintention deutlich präziser.

Gleichzeitig darfst du die Nutzerperspektive nicht vergessen. Die Navigation muss so klar sein, dass jemand, der zum ersten Mal auf deiner Seite ist, sich sofort zurechtfindet. Es gilt also, den Spagat zwischen "SEO Optimierung" und Usability zu meistern. In den meisten Fällen lassen sich beide Ziele gut vereinen, wenn du dich an der tatsächlichen Suchsprache deiner Zielgruppe orientierst.

Sprechende und suchmaschinenfreundliche URL Struktur aufbauen

URLs sind ein weiteres Ranking Signal, das viele Betreiber unterschätzen. Eine URL wie

/produkte/123?id=456

sagt weder dem Nutzer noch Google etwas darüber aus, was auf der Seite zu finden ist. Eine sprechende URL wie

/rasenmaeher/akku-rasenmaeher

hingegen ist klar, verständlich und enthält bereits die wichtigsten Keywords.

Beim Relaunch solltest du die Chance nutzen, deine URL Struktur konsequent auf sprechende URLs umzustellen. Wichtig dabei, jede geänderte URL braucht eine saubere 301 Weiterleitung von der alten auf die neue. Sonst verlierst du die aufgebauten Rankings. Aber nur weil du relaunchst, musst du nicht zwangsläufig jede URL anfassen. Hier solltest du immer Nutzen und Aufwand gegeneinander abwägen. Wenn eine bestehende URL bereits sauber aufgebaut ist, gut rankt und keinen echten Nachteil hat, kann es sinnvoller sein, sie einfach beizubehalten.

Achtung

Halte URLs so kurz wie möglich und so lang wie nötig. Vermeide unnötige Parameter, Session IDs oder Nummern. Noch besser - löse Hierarchien in deiner URL Struktur auf!

Mobile Strategie und Responsive Design beim Relaunch mitdenken

Mobile First ist bei Google längst kein Buzzword mehr, sondern gelebte Realität. Google indexiert Websites primär anhand ihrer mobilen Version. Wenn deine mobile Seite schlechter ist als die Desktop Version, wirst du entsprechend abgestraft.

Beim Relaunch heißt das, denke nicht Desktop zuerst und passe es dann für Mobile an, sondern umgekehrt. Die mobile Nutzererfahrung sollte im Zentrum stehen, denn dort passiert heute der Großteil aller Suchen. Wichtig ist dabei, dass Inhalte, Meta Daten und strukturierte Daten auf Mobile und Desktop identisch sind. Verkürzte Mobile Versionen können Rankings kosten.

Achte außerdem auf Faktoren wie Ladezeit auf schwachen Verbindungen, klickbare Elemente in ausreichender Größe, gut lesbare Schriftgrößen ohne Zoomen und einfache Formulare. Diese Faktoren fließen alle in die Core Web Vitals ein und beeinflussen dein Ranking messbar.

SEO Vorbereitungen planen

Team | Atloss

Crawling und Indexierung technisch absichern

Jetzt wird es technisch. Aber keine Sorge, wir erklären es so, dass du auch als Nicht Techniker verstehst, worum es geht. Denn genau in diesem Bereich passieren in der Praxis die größten Katastrophen bei einem Relaunch.

Die Grundfrage ist simpel. Findet Google deine Inhalte und darf Google sie indexieren. Klingt banal, ist es aber nicht. Wir haben schon Relaunches erlebt, bei denen aus Versehen die komplette neue Website mit einem Noindex versehen wurde und niemand hat es gemerkt. Drei Wochen später wunderte sich der Kunde, warum die Rankings weg sind.

Wer sich beim Thema Crawling und Indexierung tiefer einlesen möchte, findet in unserem Ratgeber zum Crawling Budget viele weiterführende Informationen dazu, wie Google Websites überhaupt erfasst.

Diese technischen Weichen müssen vor dem Livegang richtig gestellt sein

Es gibt einige technische Themen, die du vor dem Livegang unbedingt geprüft haben solltest. Dabei arbeiten wir aber nicht einfach stumpf eine allgemeine Relaunch SEO Checkliste ab. Dafür sind Websites, Systeme und Ausgangssituationen einfach zu unterschiedlich.

Aus unserer Erfahrung haben wir unseren internen Workflow zwar so weit optimiert, dass wichtige Punkte nicht untergehen und wir jeden Relaunch strukturiert begleiten. Trotzdem schauen wir uns jedes Projekt individuell an. Ein Onlineshop mit tausenden Produktseiten hat andere Baustellen als eine B2B Website mit wenigen, aber sehr starken Landingpages.

Genau deshalb ist für uns entscheidend, nicht nur Häkchen zu setzen, sondern zu verstehen, welche SEO Risiken bei genau diesem Projekt tatsächlich relevant sind. Der Ablauf ist also erprobt, die Maßnahmen dahinter werden aber immer an die jeweilige Website angepasst.

Noindex Auszeichnungen kontrollieren

Das Noindex Tag sagt Google, diese Seite bitte nicht in den Index aufnehmen. Für Testumgebungen ist das ein Muss. Für die Live Seite ist es der Super Gau, wenn es aus Versehen stehen bleibt.

Bevor du live gehst, geh deine Seite durch und prüfe den Noindex Status. Ein besonders häufiger Fall aus der Praxis, die Testumgebung wird komplett auf Noindex gesetzt und beim Umzug auf die Live Umgebung wird vergessen, das wieder rauszunehmen. Klingt nach einem Anfängerfehler, passiert aber öfter als du denkst. Deshalb, doppelt oder dreifach prüfen. 😉

Canonical Tags korrekt setzen

Der Canonical Tag sagt Google, wenn es mehrere ähnliche Seiten gibt, welche davon die Originalseite ist. Bei einem Relaunch mit neuer URL Struktur ist es essentiell, dass jede Seite einen sauberen Canonical auf sich selbst hat oder gezielt auf die Master Version verweist.

Ein häufiger Fehler, Canonical Tags zeigen nach dem Relaunch noch auf die alte Domain oder die alte URL Struktur. Das führt dazu, dass Google die neuen Seiten für weniger relevant hält als die alten und sich verwirren lässt. Vor dem Livegang unbedingt jede wichtige Seite auf korrekte Canonicals prüfen.

Du möchtest Canonical Tags nicht jedes Mal manuell setzen? Dann schau dir unseren SEO-URL-Manager an, der dir genau diese Arbeit abnimmt.

Hreflang Tags bei mehrsprachigen Shops prüfen

Wenn du deine Seite in mehreren Sprachen oder für mehrere Länder betreibst, kommen Hreflang Tags ins Spiel. Sie sagen Google, welche Version für welches Land oder welche Sprache gedacht ist. Beim Relaunch werden Hreflang Tags oft falsch übernommen oder ganz vergessen.

Die Folge, Google zeigt Nutzern die falsche Sprachversion an oder betrachtet die Seiten als Duplicate Content. Beides ist schlecht. Wir prüfen bei jedem internationalen Relaunch die Hreflang Struktur besonders sorgfältig, denn Fehler sind hier oft nicht sofort sichtbar, wirken sich aber über Wochen aus.

Robots.txt richtig konfigurieren

Die Robots.txt ist eine kleine Textdatei im Root Verzeichnis deiner Website, die den Suchmaschinen sagt, welche Bereiche sie crawlen dürfen und welche nicht. Auch hier passieren beim Relaunch gerne mal Fehler.

Klassiker sind ein versehentliches Disallow für die komplette Website, blockierte CSS oder JavaScript Dateien, die aber für das Rendering nötig sind, oder eine fehlende Sitemap Referenz. Prüfe die Robots.txt vor dem Livegang unbedingt Zeile für Zeile und teste sie mit den Google Tools.

SEO Relaunch und Sichtbarkeit in der KI Suche

Hier kommen wir zu einem Bereich, den viele Wettbewerber Ratgeber komplett auslassen oder nur oberflächlich streifen. Dabei ist die Sichtbarkeit in der KI Suche seit 2026 kein Zukunftsthema mehr, sondern gelebte Realität. ChatGPT, Perplexity, Claude, Google AI Overviews. Alle diese Systeme greifen auf Webinhalte zurück und zeigen Nutzern Antworten, ohne dass die auf klassische Suchergebnisse klicken.

Für dich bedeutet das, wenn deine neue Seite in der KI Suche nicht auftaucht, verlierst du einen wachsenden Anteil deines potenziellen Traffics. Wir bei Atloss beschäftigen uns intensiv mit diesem Thema und haben ein eigenes GEO Verständnis entwickelt, das wir bei unseren Kunden aktiv einsetzen.

Deine Seite wird nicht in den KI-Systemen ausgespielt?

Kontaktiere uns und gemeinsam werfen wir einen Blick auf deine Website.

SEO Beratung

So machst du deine neue Website fit für die KI Suche

Die Optimierung für KI Systeme folgt teilweise anderen Regeln als klassisches SEO. Es geht weniger um Klicks und mehr um Zitierbarkeit deiner Inhalte. Beim Relaunch legst du die Basis dafür, ob deine Website in der KI Suche eine Rolle spielt oder nicht.

Das Thema im Detail zu behandeln, würde an dieser Stelle allerdings den Rahmen sprengen. Wenn du wissen möchtest, wie du deine Website neben Google auch für die KI Suche aufstellst, besprechen wir das gerne gemeinsam mit dir in einem kostenlosen Erstgespräch.

Jetzt brauche ich deine volle Aufmerksamkeit: 301 Weiterleitungen richtig planen und umsetzen

Willkommen bei einem der wichtigsten Kapitel dieses Beitrags. 301 Weiterleitungen sind wie deine Lebensversicherung deines Relaunches. Wenn du sie richtig machst, überträgt Google den Großteil deiner Rankings und deiner Linkkraft auf die neuen URLs. Wenn du sie falsch machst, ist alles weg.

Wir haben in Kundenprojekten schon Weiterleitungs Mappings mit über 50.000 URLs gebaut. Klingt aufwendig, ist es auch! Aber jede einzelne dieser Weiterleitungen war notwendig, um die Rankings zu sichern. Wer hier Abkürzungen nimmt, zahlt später die Rechnung dick und fett zurück.

So gehst du bei der Weiterleitungsplanung Schritt für Schritt vor

Eine saubere relaunch website seo Weiterleitungsplanung folgt einem klaren Prozess. Wenn du diesen Prozess strukturiert durchziehst, minimierst du die Risiken deutlich und behältst den Überblick, auch bei tausenden URLs.

Wer sich detailliert mit dem Thema 301 Redirects beschäftigen möchte, findet in unserem ausführlichen Beitrag zu 301 Weiterleitungen weitere wichtige Informationen.

1. Weiterzuleitende URLs systematisch identifizieren

Alles beginnt mit einer vollständigen Liste aller URLs deines Ist-Zustandes. Diese Liste bekommst du aus deinem CMS Export, einem Crawl mit einem SEO-Tool und ergänzend aus der Google Search Console. Denk auch an URLs, die nicht mehr aktiv verlinkt sind, aber vielleicht noch Backlinks haben.

In unseren Projekten sortieren wir diese URLs in vier Kategorien:

  1. Bleibt gleich
  2. Ändert sich die URL
  3. Wird zusammengefasst mit anderen Seiten
  4. Wird komplett gelöscht

Jede Kategorie braucht eine eigene Weiterleitungsstrategie.

2. Weiterleitungsmatrix mit passenden Zielseiten erstellen

Für jede URL, die sich ändert, brauchst du ein passendes Weiterleitungsziel. Und das muss inhaltlich passen. Google mag es gar nicht, wenn du massenweise alte URLs pauschal auf die Startseite weiterleitest. Das wertet die Weiterleitungen als Soft 404 und ignoriert sie im Zweifel.

Die Weiterleitungsmatrix ist im Prinzip eine Tabelle mit zwei Spalten: alte URL und neue Ziel URL. Klingt zunächst simpel, kann bei mehreren hundert oder sogar tausend URLs aber schnell zu einem echten Zeitfresser werden. Plane deshalb ausreichend Zeit ein, um für jede relevante alte URL ein möglichst passendes neues Ziel zu definieren. Gerade hier lohnt sich Sorgfalt, denn pauschale Weiterleitungen auf die Startseite oder unpassende Zielseiten sind keine saubere Lösung.

3. PDFs und Bilder in die Weiterleitungsplanung einbeziehen

Wir haben es schon weiter oben angesprochen, PDFs und Bilder werden bei der Weiterleitungsplanung oft vergessen. Ein Fehler, der teuer werden kann. Wenn ein PDF unter einer neuen URL erreichbar ist, gehen alle Backlinks und Rankings verloren.

Auch Bilder haben teilweise eigene Rankings in der Bildersuche und können Traffic bringen. Deshalb, beim URL Mapping wirklich alle Ressourcen einbeziehen, nicht nur die klassischen HTML Seiten.

4. Weiterleitungsketten und Loops vermeiden

Eine Weiterleitungskette entsteht, wenn URL A auf URL B weiterleitet und URL B wiederum auf URL C. Für Google ist das ineffizient und ab drei Ketten in Folge bricht der Crawler oft ab. Für dich bedeutet das verlorene Linkkraft und schlechtere Rankings.

Nach dem Livegang ist der erste Schritt immer, die Weiterleitungen auf Ketten und Loops zu prüfen.

Weiterleitungen technisch per 301 statt 302 einrichten

Der Unterschied zwischen 301 und 302 ist entscheidend. Ein 301 sagt Google, diese Seite ist dauerhaft umgezogen. Google überträgt die Rankings und die Linkkraft auf die neue URL. Ein 302 sagt hingegen, die Seite ist nur vorübergehend umgezogen. Google behält die alten Rankings bei der alten URL.

Bei einem Relaunch willst du in nahezu allen Fällen einen 301 haben. Trotzdem sehen wir in der Praxis immer wieder, dass Weiterleitungen aus Bequemlichkeit oder Unwissen als 302 eingerichtet werden. Das ist einer der teuersten Fehler, die du bei einem Relaunch machen kannst. Genauso wichtig, Weiterleitungen müssen serverseitig eingerichtet werden, nicht per JavaScript!

Der Tag des Livegangs

Wenn der Tag des Livegangs kommt, sollten die wichtigsten Arbeiten schon lange erledigt sein. In der Praxis erleben wir aber immer wieder Kunden, die genau am Tag des Livegangs noch hektisch letzte Dinge zusammenbasteln. Vermeide das unbedingt. Der Livegang selbst ist eher ein technischer Umschalter, keine kreative Arbeit.

Wir bei Atloss legen den Livegang wenn möglich immer Anfang einer Woche. Das ist meistens Dienstag oder Mittwoch am frühen Morgen. Freitag Nachmittag oder vor Feiertagen ist tabu. Wer will schon am Wochenende hektisch Fehler beheben, während die Konkurrenz weiter Umsatz macht.

Finaler Check der Testumgebung vor dem Go Live

Direkt vor dem Livegang machen wir immer noch einen letzten Rundumcheck der Testumgebung. Wir arbeiten dabei mit einem festen Prüfkatalog, der über die Jahre gewachsen ist und alle typischen Stolperfallen abdeckt.

Zum Rundumcheck gehören unter anderem eine finale Prüfung aller wichtigen Templates, der kompletten Testumgebung, eine stichprobenartige Prüfung von 20 bis 30 Seiten aus verschiedenen Kategorien, ein Check aller Formulare und interaktiven Elemente und ein Blick auf die Ladezeiten mit PageSpeed Insights.

Ein Punkt, der bei uns immer ganz oben steht, die Noindex Prüfung. Wir gehen sicher, dass die Testumgebung wirklich auf Noindex steht und die Live Umgebung nach dem Umschalten definitiv auf Index.

Letzten Crawl der alten Website sichern

Bevor gelauncht wird, machen wir immer noch einen letzten vollständigen Crawl der alten Website. Dieser Crawl ist quasi das digitale Foto der alten Seite und dient uns als Referenz für alle nachgelagerten Prüfungen.

Der Crawl sollte alle URLs, Statuscodes, Meta Daten, Überschriften, interne Verlinkungen und Ladezeiten enthalten. Diese Daten sind später unverzichtbar, wenn du Fehler diagnostizieren oder Weiterleitungen prüfen willst. Ohne dieses Sicherheitsnetz optimierst du anschließend blind.

Die Seite ist endlich live und das musst du direkt nach dem Livegang prüfen

Nach dem Livegang beginnt der spannendste Teil des Relaunches. Jetzt zeigt sich, ob die ganze Vorbereitung gefruchtet hat. Wir starten in dieser Phase mit einem klar strukturierten Prüfplan, der die ersten Stunden und Tage abdeckt.

Dieser Check Fahrplan gilt direkt nach dem Go Live

Unser Fahrplan für die ersten Stunden nach dem Livegang ist bewährt und deckt alle kritischen Themen ab. Wenn du mit uns einen Relaunch deiner Website planst, sind diese Kontrollen inbegriffen.

Weiterleitungen und Statuscodes kontrollieren

Die erste Aufgabe direkt nach dem Livegang soll sein, deine wichtigsten Seiten und deren Weiterleitungen manuell nach Erreichbarkeit zu pürfen. Wir schauen uns dafür als Erstes die bisherigen Top Seiten einer Website an, denn genau hier steckt häufig ein großer Teil des organischen Traffics.

Funktioniert eine Weiterleitung bei einer dieser URLs nicht korrekt, kann sich das entsprechend schnell bemerkbar machen. Deshalb gilt: Erst die wichtigsten Traffic Seiten absichern, danach geht es an die vollständige Prüfung aller Weiterleitungen.

XML Sitemap aktualisieren und einreichen

Sobald deine neue Website live ist, gehört die XML Sitemap zu den ersten Dingen, die du überprüfen solltest. Sie zeigt Google, welche URLs auf der neuen Website existieren und für die Indexierung vorgesehen sind. Die aktualisierte Sitemap solltest du deshalb direkt nach dem Relaunch in der Google Search Console einreichen.

Auch die Lastmod Angaben sollten korrekt gesetzt sein, damit Suchmaschinen erkennen können, welche Inhalte im Zuge des Relaunches neu erstellt oder aktualisiert wurden.

Sitemap nach Relaunch einreichen

Atloss | Google Search Console

Indexierung und Crawling in der Search Console beobachten

In der Google Search Console kannst du beobachten, wie Google deine neue Seite entdeckt und indexiert. Wichtig sind die Berichte zu Abdeckung, gecrawlten Seiten und mobilen Nutzbarkeit. Auffälligkeiten zeigen sich hier oft schon in den ersten 24 bis 48 Stunden.

Reichst du auch die neue Sitemap direkt am Tag des Livegangs ein, so beschleunigst du den Crawling Prozess. Prüfe außerdem, ob die alte Sitemap zurückgezogen und die neue korrekt akzeptiert wurde. Diese Kleinigkeiten machen einen Unterschied.

Content und interne Verlinkung erneut gegenchecken

Auch wenn du in der Testumgebung schon alles geprüft hast, mach nach dem Livegang nochmal einen Content Check. Manche Fehler zeigen sich erst in der Live Umgebung, etwa wenn bestimmte Cache Konfigurationen oder Content Delivery Networks aktiv werden.

Prüfe stichprobenartig die wichtigsten Seiten, ob der Content korrekt dargestellt wird, ob die internen Links funktionieren, ob Bilder und Videos laden und ob die Formatierung stimmt. Kleine Anzeigefehler wirken unprofessionell und können Nutzer sofort vertreiben.

Tracking und Analytics validieren

Tracking ist einer der Bereiche, in denen bei einem Relaunch überraschend oft etwas schiefgeht. Google Analytics zählt nicht mehr, die Google Search Console zeigt weniger Daten, das Conversion Tracking läuft ins Leere. Wenn diese Probleme unentdeckt bleiben, fliegst du in Sachen Erfolgsmessung blind.

Prüfe direkt nach dem Livegang, ob dein Google Analytics oder GA4 Setup korrekt Daten aufzeichnet. Ob die Google Search Console die neue Property erfasst, ob deine Conversion Ziele richtig ausgelöst werden und ob eventuell verwendete Tools wie Ahrefs oder eigene Tracking Lösungen funktionieren. Erst wenn all das läuft, hast du wieder verlässliche Zahlen.

Monitoring und Erfolgskontrolle nach dem SEO Relaunch

Nach dem Livegang ist vor dem Monitoring. Die eigentliche Bewertung, ob dein Relaunch erfolgreich war, findet in den Wochen und Monaten danach statt. Google braucht typischerweise mehrere Wochen, um eine neue Seite vollständig zu verarbeiten und zu bewerten.

SEO Relaunch Erfolge messen

Team | Atloss

In dieser Phase brauchst du Geduld, aber auch Aufmerksamkeit. Schwankungen sind normal, größere Einbrüche oder Anomalien sind Warnzeichen, die schnell adressiert werden müssen. Wir monitoren bei unseren Kunden in den ersten Wochen täglich, danach wöchentlich, danach monatlich.

Diese KPIs behältst du nach dem Relaunch im Blick

Nicht jede Kennzahl ist gleich wichtig. Wir konzentrieren uns nach einem Relaunch auf drei zentrale Bereiche, die uns schnell zeigen, ob alles im grünen Bereich ist oder Handlungsbedarf besteht.

  1. Indexierungsstand regelmäßig überwachen
  2. Rankings und Sichtbarkeit im Blick behalten
  3. Organischen Traffic kontrollieren und Rückgänge einordnen
  4. KI Sichtbarkeit nach dem Relaunch tracken

Ein guter Relaunch beginnt lange vor dem Livegang

Ein Relaunch kann deiner Website einen echten Schub geben. Neue Technik, bessere Strukturen, stärkere Inhalte und eine deutlich bessere Nutzererfahrung. Gleichzeitig kannst du dir mit wenigen falschen Entscheidungen Rankings kaputtmachen, die du dir über Jahre aufgebaut hast.

Genau deshalb ist SEO beim Relaunch keine Aufgabe, die du kurz vor dem Livegang noch irgendwie abhaken solltest. SEO gehört von Anfang an mit an den Tisch. Von der ersten Bestandsaufnahme über die neue Seitenstruktur und das URL Mapping bis hin zu den Weiterleitungen und der Kontrolle nach dem Go Live.

Dabei muss nach einem Relaunch auch nicht sofort alles perfekt aussehen. Kleinere Schwankungen bei Rankings und Traffic können dazugehören. Entscheidend ist, dass du deine wichtigsten Kennzahlen im Blick behältst und bei auffälligen Entwicklungen schnell herausfindest, woher sie kommen.

Wenn du einen Relaunch planst und dir bei SEO Strategie, Weiterleitungen, Technik oder der anschliessenden Erfolgskontrolle Unterstützung wünschst, lass uns gerne darüber sprechen. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine aktuelle Website und dein Vorhaben gemeinsam an und zeigen dir, worauf du bei deinem Relaunch besonders achten solltest.

FAQs

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